Die Spenderpyramide
im Fundraising
Wie ihre steinernen Vorbilder aus dem Land der Pharaonen ist sie ein Klassiker in ihrer Art: die Spenderpyramide. Sie bietet ein idealtypisches quantitatives und qualitatives Modell zur Darstellung der Verteilung der einzelnen
Spendergruppen einer Organisation, aus dem der Fundraiser entsprechende Schlussfolgerungen ziehen kann.

Die 7 Spenderschichten, die Sie im Fundraising kennen sollten.
Die Basis bilden alle Personen der „breiten Öffentlichkeit“. In der Realität umfasst dies oft die gesamte Bevölkerung des Landes, in dem eine Organisation Spenden einsammelt.
Hohe Anzahl | Keine Bindung | Keine Spenden | Kein Aufwand
Alle Menschen, die sich für die Arbeit und Ziele einer Organisation interessieren und evtl. schon in Kontakt getreten sind, z.B. bei Events, über die Website oder im Zuge eines Projektes.
Hohe Anzahl | Geringe Bindung | Keine Spenden | Wenig Aufwand
Alle Menschen oder Unternehmen, die in der Vergangenheit genau ein Mal an Ihre Organisation gespendet und Ihnen damit ein klares Signal gesendet haben, dass sie an Ihrer Arbeit interessiert sind.
Hohe Anzahl | Leichte Bindung | Eine Spende | Geringer Aufwand
Alle Menschen oder Unternehmen, die in der Vergangenheit mehr als ein Mal an Ihre Organisation gespendet haben und damit wiederholt Interesse an Ihrer Arbeit gezeigt haben.
Mittlere Anzahl | Mittlere Bindung | 2-10 Spenden | Mittlerer Aufwand
Unter Dauerspendern versteht man diejenigen, die eine regelmäßige Spende leisten, sei es in Form eines Dauerauftrags oder in Form einer Einzugsermächtigung (SEPA-Lastschrift) und damit ein langfristiges und ernsthaftes Interesse an Ihrer Arbeit zeigen.
Mittlere Anzahl | Erhöhte Bindung | regelmäßige Spenden | Erhöhter Aufwand
Ein Großspender hat Ihrer Organisation mindestens eine hohe Geldspende zukommen lassen und zeigt dadurch eine tiefe, persönliche Bindung zu Ihrer Organisation. Die Definition eines Großspenders kann je nach Organisation sehr unterschiedlich ausfallen und bei 500 €, 5.000 € oder 25.000 € beginnen. Wichtig ist, dass es diese Definition gibt und die Gruppe derjenigen, die solche Beträge spenden, gesondert „bedient“ werden kann. Diese besondere Aufmerksamkeit kann sich in Form wiederholter Großspenden oder sogar durch den Wechsel des Spenders in die siebte Schicht lohnen.
Geringe Anzahl | Sehr hohe Bindung | regelmäßige oder sehr hohe Spenden | Hoher, individueller Aufwand
Je höher man innerhalb der Pyramide steigt, desto kleiner wird einerseits die Anzahl der Personen, die sich in der jeweiligen Spendergruppe finden, desto intensiver sind aber andererseits ihr Engagement und ihre Verbundenheit mit der Organisation. Idealerweise sollte das Fundraising jeder Organisation so ausgerichtet sein, dass es darauf abzielt, die Interessenten bzw. Spender aus der breiten Basis der Pyramide Schritt für Schritt durch die einzelnen Schichtungen mit an die Spitze zu nehmen. Je höher der Spender dabei kommt, desto größer ist zwar der Aufwand der Organisation, ihn dorthin zu bringen und zu halten, desto größer ist aber dann auch der „Wert“ bzw. Nutzen, den die Organisation daraus ziehen kann. Dass ein Vermächtnis zugunsten einer Organisation größer ausfällt als eine Erstspende, liegt auf der Hand.
